Münchner Kinder- und Jugendforum

Antrag 4

Ampel an der Kreuzung Prinzregentenstr./Wagmüllerstr. Fußgängergerecht einstellen


Der Antrag

Was aus dem Antrag bisher geworden ist

Zilli (8 Jahre) vom Hort des Rumfordschlössls möchten gerne, dass die Ampelschaltung bei der Prinzregenten-/ Wagmüllerstraße auf dem Weg zum Rumfordschlössl für Fußgänger länger grün ist. Zilli erklärt, dass Fußgänger dort nur 10 Sekunden Zeit haben, um bei Grün über die Straße zu gehen, Autos hingegen haben über eine Minute Zeit. Dies hat sie überprüft und die Zeiten mit der Stoppuhr gestoppt. Sie sagt, dass sie sich nicht sicher fühlt, weil schon nach der Hälfte der Straße die Ampel für Fußgänger wieder auf Rot schaltet. Viele andere Kinder stimmen ihr zu und haben teilweise auch Erfahrungen mit anderen Ampelschaltungen in der Stadt.

Ulrich Schäpe und Klaus Krämer vom Kreisverwaltungsreferat (KVR) erklären den Konflikt: auf den Straßen gibt es Busfahrer, Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger, das Problem ist, dass alle grün wollen. Sie erklären, dass man in ganz normaler Geschwindigkeit weitergehen kann, selbst wenn schon auf der Hälfte der Straße Rot wird. Die Zeiten sind extra so geplant, dass die Autos dann trotzdem noch Rot haben. Hierfür wird eine normale Fußgängergeschwindigkeit als Anlehnung genommen. Man müsse also nicht eilen. Wer bei Grün auf die Straße gegangen ist könne ohne Sorge bis zur anderen Straßenseite gehen. (Rechnung: 10 Sekunden müssten für 16-17 Meter reichen da nach Berechnungen 1,2 Meter pro Sekunde zu schaffen seien). Es wird deutlich, dass dies den Kindern neu ist, da sie in der Grundschule lernen, dass man bei Rot nicht auf die Straße gehen darf, bzw. nicht mehr drauf sein soll. Zilli fragt, ob es eine Möglichkeit gäbe, die Ampeln nur zu bestimmten Tageszeiten anders einzustellen. Die Herren vom KVR verweisen darauf, dass dies nur schwer möglich wäre.

Es wird abgestimmt nach Applausometer.

Am 18.1.2017 fand ein Ortstermin an der Ampel Prinzregenten-/Lerchenfeldstraße mit Zilli und ihrem Paten vom Kreisverwaltungsreferat statt. Dabei haben sich alle die Situation vor Ort angeschaut. Herr Schäpe vom Kreisverwaltungsreferat hat die gesetzlichen Grenzen bei der Planung von Ampeln erläutert und die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung und noch ein paar allgemeine Infos zu Ampeln gegeben. Leider war es in diesem Fall nicht möglich, die Ampel fußgängerfreundlicher einzustellen.

Abstimmung:
dafür: viele, dagegen: ein Paar, Enthaltung: ein Paar
Der Antrag ist angenommen

Patin:
Ulrich Schäpe (Kreisverwaltungsreferat)


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